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Diese Karte könnte Ihr Leben retten!
ADAC-Rettungskarte
Karosseriestrukturen, Sensorik und Pyrotechnik von
Airbags und Gurtstraffern werden immer komplexer. Was
gut für die Sicherheit der Insassen ist, wird für
Rettungsdienste, welche die Insassen teilweise unter
Einsatz schwerem Geräts aus dem Fahrzeug befreien
müssen, eine immer größere Hürde. Für Verletzte zählt
jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst
schnell ins Krankenhaus zu kommen.
An
welcher Stelle der Karosserie Spreizer und Schere
anzusetzen sind, welche Vorsichtsmassnahmen nötig sind,
um Airbags nicht nachträglich auslösen zu lassen, dies
ist den Rettern nicht immer bekannt. Bislang jedenfalls
nicht - in Zukunft könnte die vom ADAC entworfene
"Rettungskarte" Probleme deutlich reduzieren und damit
die Rettungszeiten verkürzen. Sie enthält alle
bergungsrelevanten Informationen zum Fahrzeug und muss
an gut zugänglicher Stelle an Bord mitgeführt werden
(z.B. an der Sonnenblende auf der Fahrerseite).
Modell bezogene Informationen in dieser oder ähnlicher
Form bieten derzeit nur wenige Fahreuzghersteller an,
wie z.B. Audi und VW.
Hier der ADAC Vorschlag für die Rettungskarte: 
So kommt die Rettungskarte ins Auto
Der ADAC setzt auf eine kostenfreie Bereitstellung der
Rettungskarten durch den Fahrzeughersteller. Die Abgabe
an den Fahrzeugbesitzer kann über ein - neu zu
schaffendes - zentrales Internetportal erfolgen, oder
auch über das Netz der Vertragshändler. In allen
Neuwagen sollte sie bereits bei Auslieferung an Bord
sein.
Schnelligkeit zählt
Das Rettungssystem in Deutschland ist gut ausgebaut,
nicht zuletzt Dank dem Netz der ADAC Luftrettung.
Trotzdem sind weitere Verbesserungen nötig um
Menschenleben zu retten. So hat sich auch die EU
Kommission zum Ziel gesetzt, die Zahl der Unfalltoten
bis zum Jahr 2010 zu halbieren. Dies erfordert weitere
Maßnahmen, und zwar über die Verbesserung der passiven
Fahrzeugsicherheit (Crashverhalten) hinaus, in welcher
der ADAC seit Jahrzehnten eine führende Rolle einnimmt.
Schnell und effektiv helfen: Ein wichtiger Baustein
hierzu ist „ECall“ – ein automatisiertes Notrufsystem,
welches die Rettungskräfte zielsicherer zum Unfallort
lotst. In das System mit integrieren ließen sich auch
Anleitungen für die Retter, um die Bergung der Insassen
aus dem Fahrzeugwrack rascher durchführen zu können. "ECall"
startet aber erst im Jahr 2010 und wird vor 2018 keine
Marktdurchdringung erreichen.
„Rasch“ zu bergen klingt selbstverständlich, erfordert
aber ein perfektes Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es
geht hier um die Alarmierungszeit nach Unfall,
Anrückzeit der Rettungskräfte, Zeitbedarf der Rettung,
Versorgung vor Ort sowie Transportweg in die Klinik. Je
länger die Zeit zwischen Unfall und Einlieferung in die
Klinik ist, desto geringer sind die Überlebenschancen
und desto schwieriger kann der Heilungsprozess sein.
Der Ansatz der ADAC Unfallforschung zielt auf die
Optimierung der Rettungszeit vor Ort, insbesondere der
Befreiungsdauer aus dem Fahrzeug. Immerhin kommt es hier
nach Feststellungen der vom ADAC untersuchten schweren
Unfälle bei ca. 20% im Einsatz-Ablauf zu Problemen –
insbesondere was die Befreiung der Fahrzeug-Insassen
angeht.
Forderungen an die Fahrzeughersteller
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Sämtliche für
Rettungsdienste wichtigen Informationen nach einem
standardisiertem Schema auf einer Rettungskarte im
DIN A4 Format darstellen
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Auf der
Rettungskarte sind insbesondere empfohlene
Schnittpositionen für Trenngeräte anzugeben, um das
Schneiden von hochfesten Stählen zu erleichtern und
einen Kontakt mit den Gasgeneratoren der Airbags zu
vermeiden
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Auf der
Rettungskarte sind die Punkte angegeben, an denen
hydraulisches Rettungsgerät zur Aufspreizung des
Fußraums im Fahrzeug angesetzt werden kann
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Die modellbezogene
Rettungskarte muss über das Internet bzw. die
Vertragshändler zur Verfügung stehen
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Neuwagen sollen
bereits bei Auslieferung mit einer Rettungskarte
ausgestattet sein
Forderungen an die Politik
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Bislang gibt es
keine einheitlichen Standards für die Rettungstaktik
und die technische Ausrüstung der Feuerwehren - eine
Aufgabe für das Bundesinnenministerium
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Die Einsatzkräfte
und Rettungsorganisationen sollten prüfen, ob die
technische Ausstattung (Rettungsgeräte) dem
Entwicklungsstand der Automobiltechnik entspricht ggfs.
sind Neuanschaffungen nötig.
Fachinformation für Rettungskräfte
Der
ADAC setzt auf die Rettungskarte - und hilft damit den
professionellen Helfern. Zusätzlich haben wir hier
zusammengestellt, was ganz speziell bei Bergungsarbeiten
im und am Unfallfahrzeug zu beachten ist und über welche
Kontaktadressen weitergehende fahrzeugspezifische
Informationen beschafft werden können.
Die
ADAC Fachinformation speziell für Rettungskräfte:

mit
bestem Dank an den 
Original Bericht
Quelle: ADAConline
2009
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