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Der aktuelle
Notrufplan ist hier auch als Download verfügbar.

Notfallsituationen erfordern rasche Hilfe
Ersthelfer sind aufgefordert, sofort zu handeln, um
Unaufschiebbares rechtzeitig zu tun. Ihre Mittel und
Möglichkeiten sind jedoch begrenzt, daher muss so
früh wie möglich fachliche Hilfe durch einen Notruf
angefordert werden, um an die weiteren Glieder der
Rettungskette anzuknüpfen.
Die europaweit angestrebte Notrufnummer
112
ist in Deutschland die gemeinsame Notrufnummer für
Rettungsdienst und Feuerwehr. Auch in allen
Handynetzen verbindet 112 mit der zuständigen
Notrufzentrale. Funk-technisch bedingt kann man mit
dem Handy aber auch in einer weiter entfernten
Rettungsleitstelle landen, weil die Funkverbindung
dorthin günstiger ist. Gerade dann sind genaue
Standortangaben sehr wichtig. Tipp: falls man sich
in der Umgebung nicht auskennt (z.B. auf dem Weg in
Urlaub), dann sollte man sich umschauen und markante
Landschafts- oder Gebäudeeigenschaften beschreiben,
die die Rettungsleitstelle ggf. zuordnen kann.
Davon abweichen kann derzeit noch vereinzelt die
einmal ausschließlich für Rettungsleitstellen
vorgesehene Rufnummer
19 222,
über die Sie ansonsten zur Rettungsdienstleitstelle
weitergeschaltet werden.
Über die Rufnummer
110
gelangen Sie bundesweit zur Polizei, die bei
medizinischen Notfällen auch mit der
Rettungsleitstelle verbindet.
Die Telefonnummer
112
ist mittlerweile
in 34 europäischen Staaten
die einheitliche Nummer in Notfällen:
Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland,
Faröer, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland,
Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Monaco,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, San Marino, Schweden, Slowakische
Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik,
Türkei, Ungarn, Vatikan, Zypern (Quelle:
Initiative SOS 112 Europe
).
Telefon zu Hause/im Betrieb
Die bislang einfachste Art ist das nächstgelegene
Telefon zu Hause oder im Betrieb. Die jeweils
geltende Notrufnummer sollte in der Nähe des
Telefons gut sichtbar sein.
Mobiltelefon
Es gilt bundesweit in allen digitalen Netzen
generell die Notrufnummer 112. Sie werden dann
automatisch und kostenlos mit der nächstgelegenen
(oder eben am besten zu erreichenden) Notrufzentrale
verbunden.
Als Handybenutzer erreichen Sie in Deutschland mit
dem Notruf 112 (vorwahlfrei) eine Feuerwehr- oder
Polizeinotrufzentrale; wo Ihr Notruf ankommt hängt
von Ihrem Netzbetreiber ab. In den GSM-Netzen ist
die Rufnummer 112 europaweit als Notrufnummer
eingerichtet, nähere Auskünfte hierzu erfragen Sie
bitte bei Ihrem Provider.
Seit 01. Juli 2009 kann man nur noch mit aktivierter
Betreiberkarte im Handy einen Notruf absetzen.
Telefonzelle
Öffentliche Fernsprecher lassen zunehmend einen
münzfreien Notruf zu. Ggf. ist an einem Zusatzgerät
ein Hebel zu betätigen. Bei Kartentelefonen kann
auch ohne Karte die 112 oder 110 eingetippt und ein
Notruf abgesetzt werden.
Polizei-/Feuerwehr- Rufsäulen
Die Rufsäulen bieten münzfrei eine Direktverbindung
mit der Feuerwehr oder Polizei, nachdem ein Hebel
betätigt wurde. Eine Bedienungsanleitung befindet
sich am Gerät.
Notruf-Telefone
In unterschiedlicher Ausführung sind in ländlichen
Regionen am Straßen-rand, auf Parkplätzen oder an
öffentlichen Gebäuden Notruf-Telefonkästen
aufgestellt oder befestigt, die münzfrei eine
Direktverbindung erlauben. Hinter einer Klappe ist
ein Telefon mit Bedienungsanleitung angebracht.
Spezielle Hinweisschilder kündigen diese
Notruftelefone unmittelbar oder mit
Entfernungsangabe rechtzeitig an.
Linienbusse, Straßen- bahnen und Taxen
Ein Notruf wird von dem Fahrzeugführer über Funk an
seine Zentrale gegeben, die diesen unmittelbar an
die Rettungsleitstelle weiterleitet.
Notrufsäulen
Die Notrufsäulen an Bundesautobahnen (hier alle zwei
Kilometer) sowie an Land- und Schnellstraßen bieten
auch in entlegenen Gebieten die Möglichkeit eines
Notrufes. Durch das Öffnen einer Klappe wird eine
Verbindung hergestellt und der Notruf zur
Rettungsleitstelle weitergeleitet. Bei geöffneter
Klappe sind Angaben zum Standort des Gerätes
ablesbar.
Hinweise zum Auffinden
Insbesondere an Autobahnen weisen kleine schwarze
Dreiecke auf den Leitpfosten den Weg zur
nächstgelegenen Notrufsäule. Wenn Sie der
angezeigten Richtung folgen, brauchen Sie nicht
weiter als einen Kilometer laufen.
Achtung: Wartezeit
Technisch bedingt können bei einigen
Notrufmeldegeräten bis zu 20 Sekunden vergehen,
bevor die Verbindung aufgebaut ist. Haben Sie etwas
Geduld!
Fünf W's helfen, die Fragen der Rettungsleitstelle
zu beantworten:
Wo ist der Notfallort?
Machen Sie möglichst genaue Angaben zum schnellen
Auffinden des Notfallortes durch den Rettungsdienst:
In der Stadt:
- Stadtteil
- Straße
- Hausnummer/Orientierungspunkte
(Stockwerk, Eingang, Name des Bewohners).
Auf Autobahnen, Landstraßen, Schnellstraßen:
- Autobahn-/Straßennummer (z.B. A3/B255)
- Fahrtrichtung (z.B. Richtung Köln)
- Streckenkilometer (z.B. Kilometer 425).
Was ist passiert?
Eine kurze Beschreibung der Notfallsituation (z.B.
"Verkehrsunfall") und besonderer Gefahren (Feuer,
eingeklemmte Personen o. Ä.) gibt einen Überblick
für einzusetzende Rettungsmittel und Fachkräfte.
Wie viele Verletzte gibt es?
Die (möglichst vorher festgestellte) Anzahl der
Verletzten oder Erkrankten bestimmt den Umfang der
einzusetzenden Rettungsmittel. Bei Verkehrsunfällen
die Zahl aller verunfallten Personen durchgeben;
zunächst für den Laien offensichtlich unverletzte
Beteiligte stellen sich im Verlauf oft als erheblich
verletzt dar.
Welche Art von Verletzung/Erkrankung?
Erkannte Verletzungen oder auffällige
Krankheitsmerkmale helfen, die Rettungsmittel und
Fachkräfte (z.B. Notarzt) gezielt einzusetzen.
Warten auf Rückfragen!
Jede Aussage ist wichtig, sprechen Sie langsam und
deutlich!
Noch 2 Tipps:
1) sprechen
Sie Bekannte, Verwandte, Freunde oder Nachbarn an,
falls die ggf. schlecht sichtbare Hausnummern haben.
Im Notfall zählt jede Minute!
2) wenn die
andere Ersthelfer oder Unfallzeugen bitten den
Notruf abzusetzen, dann beschreiben Sie den Leuten
den Weg zum nächstgelegenen Telefon, erinnern Sie an
die Notrufnummer 112 und geben Sie alle wichtigen
Infos mit auf den Weg. In der Stresssituation sind
manche Menschen nämlich wie blockiert und kopflos.

©
Freiwillige Feuerwehr Barbis |
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